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03.07.2012
Braunschweiger Zeitung
Schneeweißchen und Rosenrot
Tierische Requisiten aus Holz
Puppentheater Anke Berger hat Premiere im Fadenschein mit dem Stück "Schneeweißchen und Rosenrot"

Von Ann Claire Richter

Märchen haben es ihr angetan. Anke Berger liebt diese alten archaischen Geschichten. „In ihnen geht es immer um existenzielle Fragen.“ Bei ihrer jüngsten Produktion dreht es sich um das Hinausgehen in die Welt: „Schneeweißchen und Rosenrot“.

Das Kinderstück ist Teil des großen Märchenprogramms im Grimm-Jahr. 200 Jahre ist es her, dass die Kinder-und Hausmärchen der hessischen Brüder ihren Weg in die deutschen Stuben fanden. In Braunschweig haben sich acht freie Theater zusammengetan und zeigen 70 Aufführungen rund um die Geschichten von Jacob und Wilhelm Grimm.

Durch das therapeutische Puppenspiel der Schweizerin Margrit Gysin kam Anke Berger einst zum Märchen. „Diese Frau ist faszinierend. Sie hat schon vor Kindersoldaten gespielt“, sagt Anke Berger. Von ihr habe sie gelernt: Wenn man die Erlebniswelt der Kinder ernst nehme, sei es egal, mit was man spiele. „Schneeweißchen und Rosenrot" ist ein Grimm-Klassiker, der nur selten auf die Puppenbühne kommt. „Weil es darin zwei Hauptfiguren gibt. hat man keine Hände frei für andere Figuren“. erklärt Anke Berger.

Sie hat in ihrer Werkstatt zauberhafte Fingerlinge genäht. die zunächst wie eine Rosenblüte daherkommen. sich jedoch im Handumdrehen in kindliche Gesichter verwandeln können.

Anke Berger bastelt ihre Requisiten selbst. Für ihr neuestes Stück hat sie Tiere aus Wurzeln geschaffen: Häschen und Eichhörnchen. „Ich habe die Tiere aus Ästen und die Figuren als Pflanzen gebaut. um den mythischen Ursprung, sich in der Natur wie in einem mütterlichen Hause heimisch zu fühlen, für die Kinder erfahrbar zu machen.“

Dieses Märchen sei nicht nur für Kinder, sondern verhalte sich auch selbst wie ein Kind ... Es wehrt sich. wenn man versucht, Konflikte einzubauen. Die Idylle scheint wie ein aller Kindheits-Menschheits-Traum, „voller Vertrauen in sich und die Umwelt“.

Nein. sie wolle diesmal kein problembeladenes Stück spielen. „Ich möchte von Geborgenheit und Harmonie erzählen“, sagt Anke Berger. Davon hätten viele Kinder viel zu wenig. Schneeweißchen und Rosenrot für Familien mit Kindern ab 3 Jahren. Regie: Martina Couturier, Spiel und Figuren: Anke Berger Premiere ist am 7. Juli, 15 Uhr, im Figurentheater Fadenschein, Bültenweg.

Weitere Termine: 8. Juli 11 und 15 Uhr. 10. Juli 10.30 Uhr, 11. Juli 10.30 und 15 Uhr: Schneeweißchen und Rosenrot

Weitere Märchenaufführungen mit Anke Berger bei Fadenschein:
13. Juli, 15 Uhr: Sterntaler
14. 14 Juli, 15 Uhr. Das Eselein
15. 15 Juli, 15 Uhr· Schneewittchen