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01.12.2014
Braunschweiger Zeitung
Weihnachtsgans Auguste
Weihnachtsgans Auguste
Weihnachten – das ist der Weihnachtsbaum, tolles Essen und natürlich Schnee. Das Christkind überlässt man den Krippenspielen. Bei Anke Bergers Stück von der Weihnachtsgans Auguste lässt‘s sich auf Musikuntermalung vom Band gut verzichten. Hier setzt das Akkordeonspiel sparsame Akzente, bietet Lieder zum Mitsingen und Tanzen. Friedrich Wolf hat das Kultbuch einer Kindergeneration 1946 geschrieben, als eine gebratene Weihnachtsgans ein ungeheuer kulinarischer Luxus war. Natürlich wird die Gans der Opernsängerfamilie zum Spielkamerad der Kinder und entgeht ihrem Backofenschicksal. Dabei wurde sie schon gerupft! Ihre Federn stieben über die Bühne und dem plattdeutsch krakehlenden Nackedei wird ein Pullover gestrickt. Anke Berger erzählt so gelassen, als unterhielte sie sich selbst, deckt nebenbei einen Tisch mit Sammeltassen, die die Familie symbolisieren und später zum Weihnachtsbaum gestapelt werden. In bester Puppenspielertradition versteht es die Spielerin, wenige Requisiten in einen Kosmos zu verwandeln, anschaulich erzählend Bilder zu wecken, aus denen sich lernen lässt. Erwachsene können gleich doppelt genießen: zum einen die Poesie und Leichtigkeit des Spiels, zum andern das Theater der anteilnehmenden Kinder. „Opa, schlaf nicht ein !“ empört sich laut ein Knirps, als es vor Spannung gerade ganz still ist. Marianne Winter